Winterschnitt: So machen Sie Bäume fit fürs Frühjahr

Wenn der Garten in der Ruhephase ist, beginnt die Hochsaison für die Schere: Der Winterschnitt gehört zu den wichtigsten Arbeiten im Gartenjahr. Zwischen Januar und Anfang März ist in vielen Gärten der ideale Zeitraum für den Baumschnitt im Winter. Viele Gartenbesitzer fragen sich dabei: Darf man Bäume schneiden im Winter? Ja, bei vielen Gehölzen ist das sogar besonders sinnvoll.

Ein fachgerecht ausgeführter Schnitt fördert Vitalität, stabile Kronen und eine schöne Form. Er schafft die Grundlage für gesundes Wachstum im Frühling.

Warum ist der Winterschnitt sinnvoll?

Im Winter befinden sich die meisten Gehölze in der Winterruhe. Das bringt gleich mehrere Vorteile für den Baumschnitt im Winter und dafür, Sträucher schneiden im Winter zu können:

  • Besserer Überblick: Ohne Laub sehen Sie die Kronenstruktur deutlich. Kranke, reibende oder nach innen wachsende Äste sowie sogenannte Wassertriebe fallen sofort auf.
  • Weniger Stress für die Pflanze: Der Saftfluss ist reduziert, die Pflanze verliert weniger Energie. Das ist ein Pluspunkt, wenn Sie Bäume im Winter schneiden.
  • Geringeres Infektionsrisiko: Viele Pilze und Schädlinge sind in der Kälte weniger aktiv. Das senkt das Risiko, dass Schnittstellen sofort befallen werden.

Welche Bäume und Sträucher kann man im Winter schneiden?

Nicht jedes Gehölz reagiert gleich. Für einen erfolgreichen Winterschnitt lohnt sich die richtige Einordnung:

Obstbäume

Apfel- und Birnbäume profitieren besonders vom Winterschnitt. Ziel ist eine ausgelichtete, gut aufgebaute Krone, damit Licht und Luft in den Baum kommen. Das fördert Fruchtqualität und reduziert Krankheitsdruck.

Beerensträucher

Johannis- und Stachelbeeren lassen sich jetzt gut verjüngen: Alte, dunkle Triebe werden bodennah entfernt, damit junge, kräftige Ruten nachwachsen. Wer Sträucher im Winter schneiden möchte, liegt hier oft goldrichtig.

Sommerblüher

Viele Sträucher, die im Sommer blühen, vertragen (oder brauchen) einen kräftigeren Rückschnitt im Winter, damit sie im Sommer reich blühen.

Achtung bei Frühjahrsblühern

Forsythien, Magnolien und andere Frühjahrsblüher haben ihre Blütenknospen oft schon angelegt. Ein Winterschnitt würde die Blüte stark reduzieren. Hier gilt meist: erst nach der Blüte schneiden.

Ausnahmen gibt es, wenn aus Platzgründen eingegriffen werden muss oder eine Verjüngung nötig ist. Dann beschränkt man sich auf einen Auslichtungs- oder Verjüngungsschnitt, statt radikal einzukürzen.

Schnitttechnik: So schneiden Sie korrekt und pflanzenschonend

Beim Baumschnitt im Winter entscheidet die Technik darüber, ob die Pflanze gut regeneriert.

  • Äste sauber am Astring entfernen: Der Astring ist die leicht verdickte, ringförmige Zone am Astansatz. Dort kann der Baum Wunden am besten abschotten.
  • Keine Aststummel stehen lassen: Diese sogenannten «Kleiderhaken» trocknen zurück, faulen oft und können Pilzen den Weg ins Holzinnere öffnen.
  • Triebe richtig einkürzen: Wenn ein Trieb nur gekürzt wird, schneiden Sie etwa 1–3 mm oberhalb einer Knospe (oder eines schlafenden Auges).
  • Aussenknospe wählen: Idealerweise zeigt die Knospe nach aussen. So wächst der neue Trieb aus der Krone heraus, und die Krone bleibt licht und stabil.
  • Leicht schräg schneiden: Vom Auge weg, damit Regenwasser gut abläuft und die Knospe nicht «nass steht».

Professioneller Baumschnitt mit der Hebebühne bei grossen Bäumen

Gerade bei höheren oder schwer zugänglichen Gehölzen stösst die klassische Leiterarbeit schnell an ihre Grenzen. Hier bietet der Einsatz einer Hebebühne entscheidende Vorteile:

  • Besserer Überblick über die Kronenstruktur: Vom Boden aus lässt sich die dreidimensionale Form einer Baumkrone nur schwer beurteilen, selbst mit Leiter. Mit der Hebebühne erreichen wir die Krone in voller Höhe und können gezielt formgebende Schnitte setzen, ohne dass einzelne Äste vergessen oder falsch eingeschätzt werden.
  • Präziseres Arbeiten bei Kronenreduktionen: Das fachgerechte Zurücksetzen einer Baumkrone erfordert ein harmonisches Gesamtbild. Das gelingt nur, wenn man die Proportionen von oben überblicken kann. Eine Hebebühne ermöglicht uns, gezielt zu arbeiten und eine natürliche, ausgewogene Kronenform zu erhalten.
  • Gezielte Problemlösung rund ums Haus: Äste, die gegen die Fassade wachsen, den Dachüberstand berühren oder unerwünschten Schattenwurf auf Wohnräume oder Terrassen verursachen, lassen sich mit der Hebebühne punktgenau einkürzen. Dabei muss der gesamte Baum nicht unnötig stark zurückgeschnitten werden.
  • Mehr Effizienz, höhere Qualität: Die Hebebühne steigert nicht nur die Schnittqualität, sondern auch die Arbeitssicherheit und Effizienz. Das bedeutet professionellere Ergebnisse in kürzerer Zeit und langfristig gesündere, schönere Bäume in Ihrem Garten.

Winterschnitt bringt Struktur und kräftigen Austrieb

Ob Bäume schneiden im Winter oder Sträucher schneiden im Winter: Wer zur richtigen Zeit und mit sauberer Technik arbeitet, sorgt für gesunde Pflanzen und einen Garten, der im Frühjahr sichtbar besser startet.

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